Jan 18

Visualisieren statt präsentieren – Teilnehmer mit Bildern begeistern

Visual Facilitator Manuela Kordel steht vor dem Flipchart, lächelt und hat bunte Kreide und Marker in der Hand.

Visual Facilitator Manuela Kordel setzt mit Kreide und Markern Highlights am Flipchart.

Visualisieren ist eine eine Technik, die jeder lernen kann. Vorausgesetzt: Sie haben Spaß am Zeichnen und Mut zur Lücke. Ein Interview mit Visual Facilitator Manuela Kordel.

 

Business und Bilder – zwei Dinge, die für Manuela Kordel zusammengehören. Sie ist auf Konferenzen, Workshops und Meetings im Einsatz. Hier visualisiert die Expertin Prozesse oder Ergebnisse und bringt somit frische Farbe in die Unternehmen.

Visualisieren versus PowerPoint – welche Effekte erzielen Sie mit bunten Markern?

Manuela Bernard steht an der Visualisierungswand und zeichnet.

An der Visualisierungswand fixiert Manuela Kordel die Themen des Events auf Endlospapier.

„Folien sind fertig und bieten wenig Möglichkeiten, auf die Gruppe live zu reagieren. Beim Visualisieren ist das anders: Zu Anfang eines Meetings stehe ich im Hintergrund an einer fünf bis sechs Meter breiten Visualisierungswand mit Endlospapier und höre zu, worüber die Teilnehmer diskutieren. Dann beginne ich, die Meinungen, Kommentare, Themen oder Ergebnisse in Bild und Text festzuhalten. So werden alle Beiträge der Gruppe sichtbar und von mir in einen Zusammenhang gesetzt. Auf diese Weise gebe ich der Veranstaltung einen erfrischenden Rahmen.“

Wie reagieren die Teilnehmer?

„Wenn ich loslege, fragen sich viele, was ich da hinten treibe. Sie schauen immer wieder rüber und beobachten meine Zeichnungen. In den Pausen kommen sie zu mir und freuen sich, wenn sie ihre Beiträge auf Papier und in Farbe entdecken. Genau darum geht es ja auch: Ich mache Unsichtbares sichtbar. Die Bilder und Schlagwörter bleiben im Kopf und wirken auch, wenn das Event längst vorbei ist.“

Eignen sich bunte Bilder auch in konservativen Unternehmen?

„Gerade hier kommt die Technik sehr gut an. Jedoch sollte man sich vorher überlegen, welches Material, welche Metaphern, Farben und Themen zu dem Unternehmen passen. Mein Tipp: Weniger mit Figürchen und knallbunten verspielten Schnörkeln arbeiten. Spannende Effekte lassen sich auch mit ein paar gezielten Highlights erreichen.“

Muss man künstlerisch begabt sein, um zu visualisieren?

Auf dem Bild ist ein Chart zu sehen. Hier wurden die Trends und Entwicklungen eines Unternehmens visualisiert.

Das Chart „Trends & Entwicklungen“ zeigt, wie einzelne Ideen zu einem Gesamtwerk werden.

„Nein. Und das begeistert mich ja auch an der Technik. Viel wichtiger ist es, sich voll auf das Publikum einzulassen: Worüber wird geredet? Wie ist die Stimmung? In welche Richtung geht die Veranstaltung? Und dann beginnt man, eine Live-Geschichte am Flipchart auf Papier zu malen, die nicht perfekt sein muss. Die Teilnehmer übersehen Fehler. Sie schätzen vielmehr das Gesamtwerk.“

Ihr Tipp für alle, die jetzt loslegen wollen?

„Skribbeln Sie einfach bei jeder Gelegenheit mit. Halten Sie die Key Messages eines Meetings in Bildern fest. Dann die Unterlagen ein paar Tage liegen lassen, wieder reinschauen und mit weiteren Ideen und Eindrücken ergänzen. Ohne ein Sketchbook gehe ich gar nicht mehr aus dem Haus.“

Mehr über Manuela Kordel erfahren Sie unter: rocketpics.net.

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