Okt 28

Serie: Barcamp für Anfänger – Tipps für die erste Session, Teil 1

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(Foto: Silke Reents)

Sie besuchen zum ersten Mal ein Barcamp? Dann haben Sie Mut, eine eigene Session zu geben. Sprich: ein Thema anzubieten und dieses mit den Teilnehmern der Unkonferenz zu diskutieren. Wie es gelingt, das lesen Sie in meiner Serie „Barcamp für Anfänger – Tipps für die erste Session“.

Los geht es mit der „Geplanten Session“. Welche Vorteile, Risiken und Chancen es dabei für Ihr Unternehmen gibt, erfahren Sie in diesem Blogpost. 

(Foto: Silke Reents)

Ein festes Programm, gesetzte Themen und gebuchte Vortragsredner – all das gibt es bei einem klassischen Barcamp nicht. Die Unkonferenzen bieten viel mehr, und zwar: jede Menge Raum und Zeit für eigene Themen sowie spontane Diskussions- oder Fragerunden. (Mehr über Barcamps und den Ablauf lesen Sie hier „Von witzigen Sessions und netten Helfern – Barcamp Berlin 2015“). Zudem gilt das Motto: Mitmachen, Fragen stellen, Sessions anbieten.

Die geplante Session – Vortrag as usual? Von wegen.

Trotz aller Spontanität reisen viele Barcamper mit einer fertigen PowerPoint-Präsentation an. Der Vorteil: So gibt man der Session einen Rahmen und platziert hier und da sein Logo. Aber gerade darin schlummert auch ein Risiko. Geht es in Ihrer Präsentation nur um Ihr Unternehmen und ist jeder Satz eine versteckte Werbebotschaft, dann strafen die Teilnehmer Sie schnell ab. Sprich: Sie verlassen den Raum und erzählen anderen von der Möchtegern-Session mit Werbecharakter.

#Barcamp, Tipps für die erste #Session: Was zählt, sind Inhalte. Plumpe Werbung ist nicht erwünscht. Klick um zu Tweeten

Keine Chance für Ego-Keynoter

So muss es jedoch nicht sein. Überzeugen Sie in Ihren Beitrag mit Inhalten und Informationen. Geben Sie exklusive Einblicke in Ihre Arbeitsweise und Ihre Branche. Seien Sie nicht der Ego-Keynoter an dem alle Einwände oder Ideen abprallen. Sondern präsentieren Sie sich vielmehr als Teilnehmer Ihrer eigenen Session, der neugierig ist auf die Fragen und Erfahrungen anderer. Wenn Sie diese Haltung mit guten Bildern oder Infografiken ergänzen, dann belohnen das viele Barcamper: Sie fotografieren Ihre Charts und posten Ihre Zitate und Bilder bei Facebook, Instagram oder Twitter. Kurzum: Sie teilen Ihre Inhalte mit der eigenen Community und bedanken sich so für Ihre Session.

Ein Beispiel aus der Praxis: Meltwater auf dem CommunityCamp

Auf dem CommunityCamp 2015 hat mich das Team von Meltwater mit dieser Session-Art überzeugt. Und so haben es Angela Wiesenmüller und Stephanie Katzer gemacht: Trotz vorbereiteter Präsentation mussten sich die zwei zunächst uns Barcampern stellen. Beim Session-Pitch präsentierten sie kurz ihr Thema: Twitter-Chats. (Das ist ein Live-Chat, in dem die Teilnehmer über Twitter Fragen zu einem bestimmten Thema stellen und diskutieren.) Danach stimmten wir ab, ob uns das Thema interessiert.

Einblicke und Zeit für Fragen

Mich hat es interessiert und so war ich später in der Session. Hier erfuhren wir zunächst etwas über #marketinginsights – dem Twitter-Chat von Meltwater, einem Anbieter im Bereich Medienbeobachtung. Zum Beispiel: Wie viele Teilnehmer jeden Freitag dabei sind, wie die Web-Veranstaltung vorbereitet wird, welche Regeln und Ziele es gibt. Angela Wiesenmüller und Stephanie Katzer beantworteten individuelle Fragen und gaben Einblicke in den Ablauf der Twitter-Chats. Dabei nannten sie Zahlen, verrieten, wie sie relevante Themen finden und passende Teilnehmer für die Chats gewinnen. Im Hintergrund lief die Präsentation. Sie unterstützte das Thema visuell, drängte sich dabei aber nicht mit Werbebotschaften oder Logos in XXL-Format auf.

Und so geht’s weiter

Im zweiten Teil meiner Serie „Barcamp für Anfänger – Tipps für die erste Session“, erfahren Sie, mit welcher Session Sie Antworten auf eine gezielte Frage erhalten und wie Sie die Teilnehmer zum Brainstorming motivieren. Wie im ersten Teil endet der Text wieder mit einem Beispiel aus der Praxis. Seien Sie gespannt.

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