Sep 15

Rezension: Digital Happiness – so arbeiten und leben Sie entspannt online

Erfahren Sie, wie Sie diverse Kommunikationskanäle entspannt managen und von der Medienvielfalt im Beruf profitieren.

Wie Sie die diversen Kommunikationskanäle entspannt managen und von der Medienvielfalt im Beruf profitieren, erfahren Sie in dem Buch „Digital Happiness – Online selbstbestimmt und glücklich sein“ von Katrin Zita und Lena Doppel.

Die Tageszeitung von morgen bringt Ihnen die News von gestern? Sie erhalten täglich zig Nachrichten? Kurz vor einem wichtigen Meeting quetscht sich ein scheinbar noch wichtigerer ungeplanter Web-Call dazwischen? Sprich: Ob E-Mails, Skype, Xing, Instagram oder Snapchat – Sie sind auf diversen Kanälen für viele ständig erreichbar.

Da kann einem schon mal der Kopf schwirren. Der eine oder andere wünscht sich vielleicht gar ab und zu einen Klick in die Vergangenheit – ohne E-Mails, Online-Meetings und Facebook & Co.

Digitale Vielfalt: Plage oder Chance?

„Glücklich lebt, wer das Gefühl hat, seine Kommunikation selbst bestimmen zu können“, schreiben die Autorinnen auf Seite 37. Und dieser Gedanke ist für mich die Basis eines jeden Kapitels: Sind wir „Opfer im Daten-Labyrinth?“ oder „Gewinner durch Wissen?“ (Teil 1). Wie lebt es sich als „digitaler Privatmensch“ (Teil 2), in welchem Status befinden wir uns in der „digitalen Welt“? Lehnen wir die neuen Möglichkeiten eher ab oder sehen wir – wie in Teil 3 zu lesen ist – „neue Chancen der Vernetzung“?

Katrin Zita und Lena Doppel gehen in ihrem Buch vielen Fragen auf den Grund, zum Beispiel, ob alles schneller geworden ist und „ob wir Menschen nicht mehr hinterherkommen“. Ist es wirklich so? Nein. Denn das Tempo, mit dem wir „Botschaften von A nach B versenden, ist seit 20 Jahren praktisch gleich“, schreiben Katrin Zita und Lena Doppel. Die große Veränderung, die auch zu dem Gefühl des schnellen Tempos führe, liege vielmehr darin, dass wir „kommunikativ vernetzter sind“. Wenn „wir wollen, können wir überall und rund um die Uhr kommunizieren.“

Aber tut uns dieses ständige Erreichbarsein gut? Müssen wir immer ans Handy gehen? Können wir es „nicht einfach am Wochenende abschalten? Wieso beantworten wir jede E-Mail binnen einer Stunde und eingegangene SMS sofort? Die Autorinnen antworten mit Fakten in ihrem Fazit (S. 38).

 Jeder Klick hat Konsequenzen

Katrin Zita und Lena Doppel halten uns einen Spiegel vor. „Wir sollten uns darüber Gedanken machen, was wir online treiben. Und: Was wir besser sein lassen sollten.“ (S. 51) Denn immer sind wir am Mausdrücker: Wir entscheiden, ob wir einer Nachricht im Netz blind vertrauen. Wir entscheiden, ob wir unsichere Passwörter wie „123456“ benutzen und damit „den digitalen Haustürschlüssel für jeden gut sichtbar mit Klebeband an der Türklingel befestigen“. (S. 77). Wir entscheiden, ob wir Fotos unserer „knapp bedeckten Kinder“ ins Netz stellen. (S. 69) Keiner zwingt uns dazu. Nur eines ist sicher: Jeder Klick hat positive und negative Konsequenzen. Und das sollten wir im Hinterkopf behalten.

#Rezension, Digital Happiness: Jeder Klick hat Konsequenzen. Deswegen: erst nachdenken, dann klicken. Klick um zu Tweeten

Mein Fazit: Vier Gründe, warum ich das Buch empfehle

  • Wir beginnen, über unser Handeln im Netz nachzudenken. Es wird sicher das eine oder andere geben, was wir ändern oder einfach mal ausprobieren. Die Autorinnen geben Tipps, die jeder umsetzen kann – wenn er möchte. Eben selbstbestimmt.
  • Die Autorinnen sind offen für Neues: Ob Skype, Facebook oder Snapchat – sie probieren alles aus, sammeln Erfahrungen, wägen Chancen und Risiken ab.
  • Das Buch bietet Hintergrundinformationen, Literatur- und Linktipps zu den Themen Internet, Social Media, IT-Sicherheit und Kommunikation. Zudem erklären die Autorinnen Fachbegriffe wie Mem (S. 62), Data-Mining (S. 87) oder MOOC (S. 123) in kurzen verständlichen Sätzen.
  • Und: Angst vor technologischen Neuerungen hat es schon immer gegeben. Wussten Sie, dass unsere Vorfahren einst davor gewarnt wurden, Bücher zu lesen? So gab es Befürchtungen wie diese: „Die Menschen werden nicht mehr miteinander reden.“ Als Grund wurde im 17. Jahrhundert „der verderbende Einfluss des Buches“ genannt. (S. 27)

Seien Sie wachsam, bleiben Sie kritisch, aber lassen Sie sich von Ihren Ängsten nicht ausbremsen.

4 Kommentare

  1. Kathrin
    20. Oktober 2016 um 14:27 Uhr · Antworten

    Liebe Insa, das sind ein paar wunderbare Denkansätze für Social-Media-Detox! Das versuche ich in letzter Zeit immer mal wieder und es klappt ganz gut und das ist die Hauptsache: Es entspannt wunderbar! Danke für´s Teilen dieses Buchtipps und viele Grüße, Kathrin

    • Insa Künkel
      20. Oktober 2016 um 14:37 Uhr · Antworten

      Hallo Kathrin, ich freue mich, dass dir der Beitrag gefällt. Ich habe schon beim Lesen des Buches den einen oder anderen Tipp umgesetzt. Zum Beispiel bin ich im Urlaub jetzt immer offline. Empfehlenswert.

  2. Susanne Rohr
    25. Januar 2017 um 11:34 Uhr · Antworten

    Liebe Insa,

    Danke für Deine klare Zusammenfassung des Buches. Das Buch stand schon auf meiner Liste und dank Deinen Worten ist es in den Einkaufswagen gerutscht.

    Schönen Tag!
    Susanne

    • Insa Künkel
      25. Januar 2017 um 13:05 Uhr · Antworten

      Liebe Susanne,
      dann wünsche ich dir viel Spaß bei beim Lesen und – vor allem – beim Umsetzen der Tipps. Was ich schon jetzt empfehlen kann: Erst nach dem Frühstück auf das Handy zu sehen und Facebook & Co. zu checken 🙂
      Grüße Insa

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