Mai 12

re:publica 2015 – mein Rückblick in 11 Bildern

Die re:publica 2015 ist vorbei. Und nun? Wohin mit all den Informationen der vergangenen Tage? Wohin mit der Energie, die mich jedes Mal durchströmt, wenn ich beim nettesten Klassentreffen Deutschlands dabei bin? Und: Wie soll ich anderen von diesen irren 3,5 Tagen erzählen? Wie darüber schreiben?

Hier ein Versuch. Viel Spaß mit meiner re:publica 2015!

Die re:publica ist mehr als nur eine Konferenz. Jeder erlebt sie anders und wählt seine Schwerpunkte: Dieses Jahr füllten zum Beispiel die YouTube-Vorträge große Hallen. Wer bei Sessions wie „Making Money on YouTube“ mit LeFloid und anderen Stars der Szene einen Sitzplatz ergattern wollte, musste sehr früh da sein. (Wie es gelingt, lesen Sie in meinen 7 Tipps für den ersten Besuch der re:publica). Ähnlich war es beim Law Lab: Die insgesamt acht Veranstaltungen zu Themen wie „Fotorecht im Alltag“ mit Rechtsanwältin Carola Sieling oder „Schleichwerbung“ mit Rechtsanwalt Thomas Schwenke waren sehr gut besucht.

YouTube, republica 2015

Sind YouTuber „wachstumsgeile Kommerzhuren“? Teaser und Thema lockten viele Besucher. Sitzplätze: Mangelware. (Foto: IK)

Von ernsten und süßen Themen

Natürlich konnten die über 6.000 Besucher auch Sessions zu Themen wie Politik, Bildung, Gesellschaft, Kultur, Technik, IT-Sicherheit oder Journalismus anhören. Und klar, auf dem Stundenplan stand auch Lustiges wie „Trimm dein Bingo„. Zudem gab es zahlreiche Nebenevents. Ich war zum Beispiel beim SweetUp dabei. Eine wirklich anstrengende Sache, die so funktioniert: Süßigkeiten probieren, Noten vergeben, Fotos machen und darüber twittern.

Keks, Bewertungskarte vom SweetUp 2015.

Naschen und Punkte vergeben – so funktioniert ein SweetUp. (Foto: IK)

republica 2015, Sweetup, Hello Kitty

Die Hello-Kitty-Lollys waren die Stars des SweetUps. Aber: Probieren konnte ich die süßen Dinger einfach nicht. (Foto: IK)

Menschen aus der Twitter-Timeline treffen

Manchmal braucht es mehrere Anläufe, um sich außerhalb von Twitter zu treffen. Mit zwei sehr netten Ladys aus meiner Twitter-Timeline hat es bei dieser re:publica endlich geklappt. Ich bin Ruth und Kati gleich am ersten Tag über den Weg gelaufen. Die beiden sind genauso sympathisch wie ihre Tweets. Zum Glück sind die Gespräche im wahren Leben nicht auf 140 Zeichen begrenzt. Genauso locker waren auch die Begegnungen mit Oliver Gassner, Experte für digitale Kommunikation, der Buchautorin Meike Leopold oder Doris Schuppe, die einen Coworking- und Meeting-Space auf Mallorca anbietet. Und die Treffen mit Heike Gallery von der Ratgeber-Community gutefrage.net sind sowieso immer „ein Fest“.

Auf dem Foto sind Kati Schmitt-Stuhlträger und Ruth Konter-Mannweiler auf der Republik in Berlin zu sehen.

Sind live genauso sympathisch wie bei Twitter: Ruth und Kati (v.l., Foto: IK)

#rp15: Zum Glück sind Gespräche im wahren Leben nicht auf 140 Zeichen begrenzt. Klick um zu Tweeten

Menschen aus der Twitter-Timeline erleben

Vor zwei Jahren habe ich Silvernerd Ilse auf der re:publica kennen gelernt. Seitdem folge ich ihr bei Twitter. In diesem Jahr stand sie mit ihrer Tochter Carline auf der Bühne. Ihr Thema: Was tun, wenn die Mama plötzlich im Netz mitmischt? Die beiden haben daraus eine wunderbare Session gemacht: persönlich, nicht zu professionell, witzig und originell. Das ist für mich re:publica. Danke. Und: Gerne mehr davon im nächsten Jahr.

Ilse Mohr und Carline Mohr auf der Republik 2015 in Berlin.

Wenn Carline (rechts) etwas twittert, liest ihre Mutter Ilse mit und kontert gerne mit Kinderfotos. Herrlich. (Foto: IK)

Persönlichkeiten kennen lernen 

Schlange stehen am Burger-Stand. Für fünf Minuten kein Netz. Bei der Garderobe Ewigkeiten auf seinen schwarzen Rollkoffer warten. Gründe zum Meckern hörte man auf der re:publica auch. Und dann rollt da Anastasia Umrik bei den Lightning Talks der Digital Media Women auf die Bühne. Kaum hat sie das Mikro in der Hand, macht sie Scherze wie: „Ich beobachte das Leben aus der sitzenden Position. Da sieht man viele Hintern.“ Sie begeistert das Publikum mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Thema: anderFashion – eine Modenschau der besonderen Art. Übrigens: Über die Crowdfunding-Plattform Nordstarter-Hamburg kann man das Projekt unterstützen. „Gutes Karma“ gibt es hier zum Beispiel für 5 Euro.

Anastasia Umrik auf der republica 2015.

„Ich gebe jungen Designern eine Plattform und zeige, dass es auch andere Körper gibt“, sagt Anastasia Umrik. (Foto: IK)

#Crowdfunding: Bei der Aktion von Anastasia Umrik gibts gutes Karma für 5 Euro. Klick um zu Tweeten

Großer Dank an die Helping Hands 

Gäbe es Events wie die re:publica ohne freiwillige Helfer? Wohl kaum. In diesem Jahr haben 500 mit angepackt. Diese drei habe ich am ersten Tag getroffen. Mehr über die Helping Hands erfahren Sie in meiner re:publica-Serie: „Ich bin Teil des Ganzen – das ist ein schönes Gefühl.“

republica 2015, Helfer

Liebe Helping Hands: Danke für euren guten Job! (Foto: IK)

Astro Alex flasht sie alle – nur mich leider nicht

Ja, ich habe @Astro_Alex verpasst. Während Alexander Gerst am zweiten Tag ab 15 Uhr das Publikum auf der Hauptbühne mit einem Vortrag über das Leben auf der Raumstation ISS faszinierte, war ich draußen im Hof. Was soll ich dazu noch sagen? Chance verpasst. Die Session mit dem Astronauten muss der absolute Knaller gewesen sein. Zum Glück kann man sie hier noch einmal sehen: „Blue Dot Mission – Sechs Monate Leben und Arbeiten auf der ISS“. Aber auch das ist die re:publica: Bei 300 Stunden Programm und 450 Referenten aus über 45 Ländern kann man eben nicht jeden erleben. Soll ich noch einmal in dieses Session-Fettnäpfchen hüpfen? Ok, ich mache es und verrate, was ich in der Zeit draußen getan habe: eine Runde Eis ausgegeben… Hier das Foto:

republica 2015.Milena Droste, Tamara Krantz, Jenni Koche mit Eis.

Eis für meine Interviewpartner: Milena Droste, Tamara Krantz, Jenni Koche (v.l.n.r., Foto: IK).

Mein re:publica-Moment #1: die Session mit Jacob Appelbaum

Ich trage die Session-Lücke mit unserem Mann im All mit Würde und denke einfach an meinen ganz persönlichen rp15-Moment zurück: Am dritten Tag war ich dabei, als der US-amerikanische Internetaktivist Jacob Appelbaum den Film „Panda to Panda“ zum ersten Mal öffentlich gezeigt hat. In diesem protestiert er zusammen mit dem chinesischen Konzeptkünstler Ai Weiwei gegen staatliche Überwachung. Die Session, die Person Appelbaum und der Film haben mich sehr beeindruckt.

Auf dem Bild ist Jacob Appelbaum auf der Republik 2015 zu sehen.

Mein re:publica-Moment: Die Session „Seven on Seven“ mit Jacob Appelbaum. (Foto: IK)

Mein re:publica-Moment #2: das Finale

Ich bin kein Fan von Queen. Aber als zum Schluss der re:publica 2015 traditionell alle Bohemian Rhapsody gesungen haben, da ging mir das unter die Haut. Warum? Das müsst ihr einfach selbst erleben. Wie wäre es im nächsten Jahr zum 10. Geburtstag der re:publica? Ich bin auf jeden Fall wieder dabei.

republica 2015, Finale, Queen, Berlin.

Ob du Queen magst oder nicht, das gesungene Finale der re:publica ist einfach irre. (Foto: IK)

Meine re:publica – Start für neue Geschichten?

So, das war ein kleiner Einblick in meine re:publica 2015. Natürlich habe ich noch weitere Sessions besucht und mich mit vielen netten Leuten unterhalten. Danke für die interessanten Gespräche und Vorträge – sie wirken bei mir lange nach und lassen bereits neue Ideen für Blogposts entstehen. Stay tuned!

Und jetzt bist du dran

Was war dein re:publica-Moment in diesem Jahr? Welche Speaker haben dich inspiriert, nachdenklich gemacht oder für kollektive Lacher gesorgt? Ich bin gespannt auf deine Kommentare.

Jetzt bist du dran: Was war dein #rp15-Moment? Bin gespannt auf deine Geschichte. Klick um zu Tweeten

5 Kommentare

  1. Lara
    12. Mai 2015 um 21:12 Uhr · Antworten

    Danke für die Infos .
    Nächstes Jahr möchte ich unbedingt dabei sein.
    Alleine schon für die SweetUp !

  2. Kurt
    29. Mai 2015 um 13:47 Uhr · Antworten

    Schöne Partybilder und ein Text, der Wissende in Erinnerungen schwelgen lässt. Als Nichtwissender muss ich das mal fragen: Welchen praktischen Nutzen hat diese Konferenz darüber hinaus?

    • Insa Künkel
      29. Mai 2015 um 15:55 Uhr · Antworten

      Du knüpft in lockerer Atmosphäre Businesskontakte und erhälst viele wertvolle Informationen in den Sessions. Eine Art der Weiterbildung, die ich nicht missen möchte.

      • Kurt
        29. Mai 2015 um 16:12 Uhr · Antworten

        Also eine Fachkonferenz für Marketing-Menschen?

        • Insa Künkel
          29. Mai 2015 um 18:00 Uhr · Antworten

          Nein. Für alle, die sich für Themen wie Internet, Social Media, Gesellschaft, Politik, Journalismus, Weiterbildung, Technik etc. interessieren. Einfach mal auf die Website der re:publica klicken. Oder: Im nächsten Jahr dabei sein. Tipp: Wer das Event als Helfer unterstützt, muss keinen Eintritt zahlen.

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