Apr 22

re:publica 2015 – 7 Tipps für den ersten Besuch

Banner der republica 2015 in Berlin

Lightning Talks mit den Digital Media Women - spannende Impulsvorträge, die für Denkanstöße sorgen.

Banner der republica 2015 in Berlin

„Finding Europe“ – lautet das Motto der re:publica 2015. Mit Glück findet man in den Top-Session auch einen Platz.

 In weniger als zwei Wochen ist es endlich soweit: die re:publica startet. Ihr seid zum ersten Mal dabei? Und wollt euch ein wenig auf die XXL-Web-Konferenz vorbereiten? Dann habe ich hier sieben Tipps für euch. 

Eines vorneweg: Beweist bei der 9. re:publica 2015 Mut zur Lücke und seid offen für neue Themen und Menschen. Die Konferenz ist ein wahrer Eventmarathon. Vom 5. bis zum 7. Mai gibt es auf den 16 Bühnen viele Vorträge. Unmöglich, in jede Session reinzuhören. Und: Überall locken zig Nebenevents, Partys sowie Gespräche mit Speakern und Teilnehmern. Bei diesem Angebot verliert man schnell den Überblick. Hier meine sieben Tipps, wie ihr den Informations-Overkill bewältigt:

1. Beweist Mut zur Session-Lücke und trefft andere Webverrückte

Es ist nicht möglich, an allen Veranstaltungen der #rp15 teilzunehmen. Außer ihr sprintet im Minutentakt von einer Bühne zur anderen, hört in das Thema kurz rein und ignoriert jede spontane Gelegenheit zum Kaffeetrinken oder Einladung auf ein Bierchen. Kann man machen, muss dann aber auch mit Nebenwirkungen wie Ohrenrauschen oder komplettem Orientierungsverlust rechnen. Gesünder ist es, wenn ihr reichlich Zeit für Gespräche mit anderen Besuchern einplant. Das sind für mich die wahren Highlights der re:publica: Ihr trefft Menschen, die genauso webverrückt sind wie ihr. Ob Volontär, Freelancer oder Social-Media-Manager – es ist sehr leicht, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Nutzt die Chance!

re:publica: Zeit einplanen für spontane Gespräche mit anderen Teilnehmern. Klick um zu Tweeten

2. Schmiedet Pläne …

Seit dem 14. April ist die Hälfte der Konferenz-Sessions in einem Zeitplan online. Na, schon interessante Sessions entdeckt? Dann entwerft euren persönlichen Ablaufplan. Mein Tipp: Besucht pro Tag höchstens zwei bis drei Vorträge oder Workshops. Im Idealfall liegen diese zeitlich so auseinander, dass ihr entspannt von einer Location zur nächsten schlendern könnt, oder die Sessions finden im gleichen Raum statt. Aber: Haltet euch nicht zu streng an die Pläne.

3. … und ändert sie spontan

Oft hört man vor Ort von weiteren interessanten Speakern. Nutzt die Gelegenheit und erlebt diese live.

4. So klappt’s mit dem Sitzplatz

Bunte Stühle für die Gäste der republica in Berlin.

Viele Sessions sind sehr beliebt. Wer sitzen möchte, sollte früh da sein. (Foto: cc, Gregor Fischer, rp12)

Zuhören und stehen ist mühsam. Besonders dann, wenn ihr gleichzeitig mitschreibt, bloggt oder twittert. Ich setze mich oft schon zwanzig Minuten vorher auf einen Platz und lausche dem gerade endenden Vortrag. Manchmal bin ich fast allein in einem Raum und genieße die Stille vor der Session. Richtig voll wird es zum Beispiel beim re:publica-Klassiker Jahresrückblick Social-Media-Recht. Die Jurashow von Thorsten Feldmann und Henning Krieg ist beliebt. Freie Plätze sind schnell Mangelware. Die Session lohnt sich auch im Stehen: Die Rechtsanwälte bringen Recht und Pflicht locker auf die Bühne. Im vergangenen Jahr haben sie uns zum Bullshit-Bingo eingeladen. War sehr lustig.  

re:publica: Jahresrückblick Social-Media-Recht, eine lustige und wichtige Session für Blogger. Klick um zu Tweeten

5. Tragt bunte Shirts …

Auf der re:publica treffe ich Menschen, die ich zuvor nur über soziale Netzwerke kennen gelernt habe. Das ist immer besonders spannend und hat etwas von einem Blind Date: Wie sympathisch ist @NetzwerkPilot, wenn er mir gegenübersteht oder in einer Session neben mir sitzt? Haben wir uns auch ohne Netz etwas zu sagen? Und: Erkenne ich @kulturtussi, @freeonwheels, @digital_native2 und all die anderen? Hierfür hat ein Bekannter eine eigene Methode entwickelt: „Ich bin der mit dem Hawaiihemd!“, twitterte Frank Hamm auf der #rp12. „Hawaiihemd?“, dachte ich und musste schmunzeln. Die Klamotte aus den 80ern hat auf jeden Fall geholfen. Ich konnte Frank leicht erkennen. Jetzt habe ich einen kollegialen Twitterbekannten mehr, der auch im realen Leben hält, was er zuvor über sich kommunizierte. Und auf dem Barcamp Berlin war seine Zeichnung im März ein Highlight und verteilte sich fix im Social Web.

… oder eine Rose am iPad

Leute wie @FrauFuchsia haben es mit der Wiedererkennung einfach: Ihre rosa Haarpracht ist nicht zu übersehen. Wer sich nicht gleich die Haare färben will, kann mit anderen Mitteln seinen eigenen #rp15-Look kreieren. Zum Beispiel: weißes Shirt mit grünem Halstuch, gelber Hut oder ganz klassisch – eine Rose. Sie muss ja nicht rot sein und im Knopfloch stecken. Wie wäre es mit einer schrillen Plastikvariante am iPad?

6. Organisiert TwittDates

Es geht natürlich auch ohne Blumen und Kopfbedeckung. Verabredet euch schon jetzt via Twitter mit Menschen aus eurer Timeline. Einige, die in meiner Liste „persönliche Tweets“ gelandet sind, schreibe ich gezielt an: „Sehen wir uns auf der #rp15? Wie wäre es mit einem Kaffee zwischen den Sessions?“ Ich bin gespannt auf die Begegnungen.

7. Dabei sein ist alles!

Sessions planen, Sitzplätze ergattern und dann noch Treffen organisieren – da kommt so mancher schon vor Beginn der re:publica aus der Puste. Locker bleiben. Letztendlich gilt das olympische Motto: Dabei sein, ist alles. Ich wünsche euch viel Spaß auf der #rp15!

Warum re:publica? Weil man interessante Speaker erlebt und nette Menschen trifft. Darum! Klick um zu Tweeten

Jetzt seid ihr dran

Das Ticket für die #rp15 ist ausgedruckt, worauf freust du dich besonders? Hast du schon spannende Sessions entdeckt? Wie reist du nach Berlin? Ich bin gespannt auf deine #rp15-Geschichte.

Ihr Kommentar zum Thema

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr erfahren

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close