Apr 23

re:publica 2013 – Tipps für Ihren ersten Besuch der Web-2.0-Konferenz

Eines vorneweg: Beweisen Sie bei der re:publica Mut zur Lücke und seien Sie offen für neue Themen und Menschen. Warum dies gerade für Erstbesucher des Klassentreffens hilfreich ist, erfahren Sie in diesem Blogpost.

3 Tage, 200 Stunden Programm, zig Nebenevents, Partys sowie Gespräche und Kontakte – die siebte re:publica wird mal wieder ein Eventmarathon. Unter dem Motto IN/SIDE/OUT informieren, diskutieren und unterhalten rund 350 Speaker. Bei so viel Angebot, verliert man schnell den Überblick. Hier meine Tipps, wie Sie den Informations-Overkill bewältigen:

1. Beweisen Sie Mut zur Session-Lücke und treffen Sie andere Webverrückte

Es ist nicht möglich, an allen Veranstaltungen der #rp13 teilzunehmen. Außer Sie sprinten im Minutentakt von einer der sieben Bühnen zur anderen, hören in das Thema kurz rein und ignorieren jede spontane Gelegenheit zum Kaffeetrinken oder Einladung auf ein Bierchen. Kann man machen, muss dann aber auch mit Nebenwirkungen wie Ohrenrauschen oder komplettem Orientierungsverlust rechnen. Gesünder ist es, wenn Sie Mut zur Session-Lücke beweisen und reichlich Zeit für Gespräche mit anderen Besuchern einplanen. Das sind für mich die wahren Highlights der re:publica: Sie treffen Menschen, die genauso webverrückt sind wie Sie. Es ist sehr leicht, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Egal, ob Sie Volontär oder Entscheider sind.

2. Schmieden Sie Pläne …

Schauen Sie schon vorher nach, welche Themen Sie interessieren, und entwerfen Sie Ihren persönlichen Ablaufplan. Hier finden Sie das Programm der re:publica 2013. Mein Tipp: Besuchen Sie pro Tag höchstens zwei bis drei Vorträge. Im Idealfall liegen diese zeitlich so auseinander, dass Sie entspannt von einer Location zur nächsten schlendern können, oder die Sessions finden im gleichen Raum statt. Aber: Halten Sie sich nicht zu streng an Ihren Plan.

3. … und kippen Sie Ihre Pläne

Oft hört man vor Ort von weiteren interessanten Speakern. Nutzen Sie die Gelegenheit und erleben Sie diese live.

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Viele Sessions sind sehr beliebt. Wer sitzen möchte, sollte früh da sein. (Foto: cc, Gregor Fischer, rp12)

4. So klappt’s mit dem Sitzplatz

Zuhören und stehen, ist mühsam. Besonders dann, wenn Sie gleichzeitig mitschreiben, bloggen oder twittern. Gerade bei beliebten Vorträgen wie „Internet und Recht“ lohnt es sich, rechtzeitig da zu sein. Ich setze mich oft schon zwanzig Minuten vorher auf einen Platz und lausche dem gerade endenden Vortrag. Manchmal bin ich auch fast allein in einem Raum und genieße die Stille vor der Session.

5. Zeigen Sie Farbe, tragen Sie auffällige Hüte …

Auf der re:publica treffe ich Menschen, die ich zuvor nur über soziale Netzwerke kennen gelernt habe. Das ist immer besonders spannend und hat etwas von einem Blind Date: Wie sympathisch sind @NetzwerkPilot oder @LeiseMenschen, wenn sie mir gegenüberstehen oder -sitzen? Haben wir uns auch ohne Netz etwas zu sagen? Und: Wie erkenne ich @kulturtussi, @freeonwheels, @NCB_Marketing und all die anderen? Hierfür hat ein Bekannter sein eigenes Erkennungszeichen gewählt: „Ich bin der mit dem Hawaiihemd!“, twitterte Frank Hamm auf der #rp12. „Hawaiihemd?“, dachte ich und musste schmunzeln. Die Klamotte aus den 80ern hat auf jeden Fall geholfen. Ich konnte Frank leicht erkennen. Jetzt habe ich einen kollegialen Twitterbekannten mehr, der auch im realen Leben hält, was er zuvor über sich kommunizierte.

… oder eine Rose am iPad

Mein Tipp für die #rp13: Kreieren Sie Ihren eigenen Look. Zum Beispiel: weißes Businesshemd mit grünem Halstuch, gelber Hut oder ganz klassisch – eine Rose. Sie muss ja nicht rot sein und in Ihrem Knopfloch stecken. Wie wäre es mit einer schrillen Plastikvariante am iPad?

6. Organisieren Sie TwittDates

Es geht natürlich auch ohne Blumen und Kopfbedeckung. Verabreden Sie sich einfach schon jetzt via Twitter mit Menschen aus Ihrer Timeline. Einige, die in meiner Liste persönliche Tweets gelandet sind, schreibe ich gezielt an: „Sehen wir uns auf der #rp13? Wie wäre es mit einem Kaffee zwischen den Sessions?“ Ich bin gespannt auf die Begegnungen.

Dabei sein ist alles!

Sessions planen, Sitzplätze ergattern und dann noch Treffen organisieren – da kommt so mancher schon vor Beginn der re:publica aus der Puste. Entspannen Sie sich. Letztendlich gilt das olympische Motto: Dabei sein ist alles. 

Viel Spaß!

Bildmaterial: re:publica 13, Presse

 

5 Kommentare

  1. Judith Torma die Rednermacherinn
    24. April 2013 um 7:32 Uhr · Antworten

    Danke Insa,

    nach unserem WEC Treffen in Berlin vor zwei Jahren (?) bin ich gespannt dich und einige andere wiederzusehen.

    In der Tat ich war überwältigt von der Auswahl an Themen. Ich kenne große Konkgresse unser Rhetorikverein – NCA trifft sich einmal im Jahr in einer Großstadt in den USA – riesig. Das wir das nun auch in Deutschland haben – ich bin sehr gespannt.

    Vor einigen Tagen habe ich versucht mir die Veranstaltungen anzuschauen – ich gab auf. Mein Credo für die drei Tage – ich bin da und schaue was passiert. Bisher gibt es ein einziges Thema was mich bereits gefesselt hat und das habe ich auf dem Schirm. Darüber hinaus freue ich mich viele viele Twitterbekanntschaften mit Handschlag zu begrüßen.
    Ein Hütchen wird es bei mir wohl nicht, aber ich lass mir noch was einfallen…..
    Danke für den Einblick.

  2. Ruth Konter-Mannweiler @kontermann
    25. April 2013 um 7:50 Uhr · Antworten

    Hallo Insa,

    danke, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.
    Das Angebot ist ja riesig und alles klingt irgendwie unteressant 😉
    Dank Deiner Tipps werde ich nun versuchen, ein möglichst ausgewogenes Programm für mich zusammen zustellen, damit die Spontanität und auch die Musse nicht zu kurz kommen.
    Fangen wir dorch gleich an: Wie wäre es mit einem Espresso auf der re:reublica?
    Viele Grüße
    Ruth

    • Insa Künkel
      25. April 2013 um 8:06 Uhr · Antworten

      Danke für das nette Feedback. Freue mich schon auf unseren Live-Kaffee.

  3. Eddy
    22. Januar 2015 um 15:12 Uhr · Antworten

    Danke für diese wertvollen Tipps! Ich werde sie berücksichtigen, wenn ich dieses Jahr zum ersten mal zu disesm riesigen Klassentreffen reisen werde.

    Und ich frage mich die ganze Zeit während des Lesens Deines Artikels, warum ich in den letzten Jahren eigentlich nicht dort war?!? *sigh*

    • Insa Künkel
      22. Januar 2015 um 21:20 Uhr · Antworten

      Das Angebot auf der #rp wird immer größer. Es ist unglaublich, was das Team jedes Jahr auf die Beine stellt. Du kannst dich auf spannende Tage in Berlin freuen.

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