Apr 29

Kreativer Spießer – so arbeite ich als Freelancer in Berlin, Teil 1

Foto: Silke Reents

„Du bist selbstständig? Toll, dann kannst du dir ja deine Zeit selbst einteilen!“, wer freiberuflich arbeitet, hat diesen Satz bestimmt schon oft gehört. Bei mir war es neulich wieder so weit. Meine Reaktion: ein müdes Lächeln. Warum? Was mein fest angestellter Gegenüber meist nicht weiß: Klar, ich schreibe Texte, entwickle Ideen für Content oder entwerfe und gebe Workshops. Alles sehr kreativ. Aber mein Tagesablauf ist extrem geregelt. Fast schon spießig-normal.

Gut informiert – so starte ich in den Tag

Um 6:30 Uhr klingelt mein Wecker. Danach folgt ein lieb gewonnenes Ritual: Kaffee trinken und Zeitung lesen. Während ich die ersten Artikel lese, fahre ich meinen Laptop hoch. Nach der Printlektüre checke ich meine E-Mails: Wichtiges beantworte ich gleich, Interessantes merke ich mir und Schräges lösche ich. Wo wir schon dabei sind: Nein. Ich werde niemals zig Tausend Euro an einen mir völlig unbekannten und doch irgendwie um acht Ecken verwandten Menschen überweisen, der Geld braucht. Und ich will auch keine Millionen erben, die mir ein ähnlicher Bekannter aus Übersee vermacht hat. Weiteres Spammen zwecklos.

Zeitmanagement – erst mal Texte schreiben

Gegen acht Uhr fahre ich ins Büro. In den nächsten drei bis vier Stunden bin ich nur für die Projekte meiner Kunden da: Ich schreibe Pressemitteilungen für Start-ups, texte Websites oder erstelle Redaktionspläne und Content für andere Auftraggeber. Am Vormittag fällt mir der kreative Teil des Schreibens besonders leicht. Ich gönne mir den Luxus, dies auch ohne Ablenkungen via E-Mails oder Tweets zu tun.

#Zeitmanagement: Ignorieren Sie E-Mails in der kreativen Phase. Das fördert Ihren Gedanken- und Textfluss. Klick um zu Tweeten

Online-Kommunikation – Time for Social Media

Nach einer kurzen Teepause beantworte ich Kommentare in meinem Blog und logge mich in meine sozialen Netzwerke ein. Gibt es etwas Neues oder Interessantes bei Xing, Twitter und facebook für meine Kunden oder mich? Hat mich jemand erwähnt und wartet auf eine Reaktion? Als bekennende Webverrückte erledige ich diesen Job sehr gerne und verweile meist auf den einen oder anderen Twittkaffee in meiner Timeline. Da hierbei sehr schnell die Zeit vergeht, habe ich mir ein Limit gesetzt: Nach einer halben Stunde beende ich diese Social-Media-Session und gehe raus zum Lunch.

#Online-Kommunikation: So wird Twitter nicht zum Zeitfresser: Setzen Sie sich ein Social-Media-Limit. Klick um zu Tweeten

Fit im Job – Mittagspause genießen und Schreibtisch verlassen

Mittags im Großraumbüro bleiben und vor dem Bildschirm ein Brötchen essen? Das war noch nie mein Ding. Auch zu Agenturzeiten bin ich in der Lunchpause immer bewusst rausgegangen. Damals habe ich bei Weber Shandwick in der Hamburger HafenCity gearbeitet. Man musste nur vor die Tür gehen – oder auf unsere geniale Dachterrasse – und schon hatte man freie Sicht auf die Elbe. Wer das macht, muss einfach entspannen. Danach ist der Kopf frei und neue Ideen für Advertorials, Interviews oder PR-Kampagnen kommen ganz von allein. (Lesen Sie in diesem Blogpost, warum eine Mittagspause an der frischen Luft auch Schreibblockaden löst.) Auch heute setze ich auf den kreativen Müßiggang zur Mittagszeit. Zwar muss ich auf den Elbblick verzichten, dafür spaziere ich 30 bis 45 Minuten durch Berlin-Mitte. Danach bin ich fit für die nächsten Projekte.

#Deadlinedruck? Gehen Sie mittags trotzdem raus. Das entspannt und sorgt für neue Ideen. Klick um zu Tweeten

So geht es im zweiten Teil der Serie „Freelancer in Berlin“ weiter

Im zweiten Teil meiner Serie erfahren Sie, wie Sie Ideen für Workshops entwickeln und warum bei einer optimalen To-do-Liste das Motto „Weniger ist mehr“ gilt.

Diese Blogpost sind auch einen Klick und Kommentar wert: 

 

 

Ihr Kommentar zum Thema

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr erfahren

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close