Jan 21

Born to blog? Meine Pros und Cons sowie Best-of-Posts (5 min. read)

Angeobte Text - Insa Kuenkel

Über Blogs erreichen Unternehmen neue Leser. Aber: Wer es professionell angeht, muss ein paar Punkte beachten. (Foto: DeathToStock)

Gibt es den wahren Blogger? Mehr dazu, welche Erfolgsfaktoren es für Corporate Blogs gibt und was ein Zitat von Joseph Beuys mit alldem zu tun hat, erfahrt ihr in diesem Blogpost. 

(Foto: Death to the Stock Photo)

„Ich bin Bloggerin“, sagt eine Teilnehmerin. Sie besucht mit mir und vielen anderen den Vortrag vom eBusiness-Lotsen Berlin „Corporate Blogging – Glaubwürdigkeit und gutes Image für Ihr Unternehmen“. Dann stellt Mandy der Referentin Maria Rosenau, Senior Consultant bei piâbo, ihre Frage zum Thema. Abgelenkt von ihrem vorherigen souveränen Bloggerbekenntnis, schweife ich an diesem Donnerstagabend kurz ab. Ich frage mich, ab wann man eigentlich ein Blogger ist. Gibt es Kriterien? Und: Zähle ich dazu oder bin ich nur die Bloggerin der Herzen?

Corporate Blogging ist nichts für „mal eben“ 

Während ich so überlege, zählt Referentin Rosenau ein paar Punkte auf, die erfolgreiche Corporate Blogs erfüllen: „Die meisten Unternehmen haben ein Redaktionsteam, das für das Befüllen des Blogs und die anderen Social-Media-Kanäle zuständig ist. Das machen die nicht nebenher“, betont sie und schreitet auf ihren roten Pumps, die übrigens perfekt zum Lippenstift passen, souverän zum Laptop. Yep. Das sehe ich auch so und twittere die Botschaft gleich mal weiter. „Zudem gibt es klare Deadlines, Redaktionspläne und Themen, die immer den Leser im Fokus haben. Und pro Woche zwei bis drei neue Blogposts“, sagt sie. 

Meine Cons

Team. Plan. Regelmäßigkeit. Bei diesen drei Essentials muss ich schlucken und leider im Moment auch passen. Dass ich als Freelancer keine redaktionelle Mannschaft mit SEO-Kenntnissen hinter mir habe, ist wohl noch okay. Aber wenigstens einen Redaktionsplan will ich schon seit Langem erstellen. Die Sache mit der Regelmäßigkeit und Aktualität ist wohl mein schwerwiegendstes Vergehen. Schon ein Blick auf meinen Blog verrät mich: Am 26. November habe ich die Rezension „Facebook – no risk, no fun?“ ins Netz gestellt. Was soll ich zu meiner Verteidigung schreiben? Ideen für neue Blogposts gibt es viele, aber an der Zeit mangelt es: Entweder schreibe ich Texte für Kunden oder suche einen Kitaplatz. Und das, meine Lieben, kann in Berlin-Friedrichshain wirklich schnell zum Fulltime-Job werden. Aber das ist eine andere Geschichte.

Meine Pros: das Texter-Gen

Dennoch: Ich bin begeistert vom Medium Blog. Auch wegen Rosenau-Statements wie: „Blogger sind die Augen und Ohren ihrer Leser, die bei Events oder Konferenzen nicht selbst dabei sein können.“  Passend hierzu schreibe ich über Veranstaltungen wie den Trainer Kongress Berlin oder die Tagung „Besser Online“. Vielleicht liegt die Liebe zum Bloggen ja auch an meinem Texter-Gen? Verfügen viele Ladys über ein ausgeprägtes Shopping-Gen, dreht sich bei mir alles ums Schreiben. Egal wo ich bin, was ich auch mache, oft schwirren Ideen, Einstiege, Überschriften für neue Geschichten in meinem Kopf herum.

Weitere Pros: Kommentare und Themen

Und was landet noch auf meiner Ja-ich-bin-Bloggerin-Liste? Ich blogge zwar nicht oft, aber ab und zu ernte ich wertschätzende Kommentare. Ein Beispiel: das Feedback und die Denkanstöße von Robert Lender oder Frank Hamm zu meinem Blogpost „Barcamp in Berlin – ich bin dabei“. Zudem habe ich dem passenden Artikel zum Blog einen Beitrag gewidmet. Mehr dazu unter: „Der oder das Blog – wie es euch gefällt“. Bei Blogparaden mache ich auch mit. Und natürlich lasse ich mir das jährliche Klassentreffen der Branche nicht entgehen. Auf der re:publica bin ich dann Augen und Ohren für meine Leser. Nachzulesen in Blogposts wie „Tipps für den ersten Besuch der re:publica“ oder „Drei Sessions mit dem gewissen Extra“.

Fazit: Jeder ist ein Blogger

Für Joseph Beuys war „Jeder Mensch ist ein Künstler “. Diese Einstellung gefällt mir. Meine Interpretation: Jeder kann mitmischen, jeder ist willkommen. Also passe ich das Zitat an und erkläre, dass jeder ein Blogger ist oder sein kann.

Und jetzt du – wem verleiht ihr den social-medialen Ritterschlag?

Welche Blogger schätzt ihr und wieso? Ich bin gespannt auf deine Kommentare.

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