Mrz 15

Von witzigen Sessions & netten Helfern – Barcamp Berlin 2015 – es war klasse!

Hier gehts zum Barcamp Berlin. Dank der vielen Helfer haben alle ihren Weg gefunden. (Foto: Insa Künkel)

#Mitmachen. #Spontan sein. #Andere unterstützen. Dies sind meine drei Hashtags über die Teilnehmer des Barcamps Berlin. Ich war am 7. und 8. März dabei und bin immer noch geflashed vom Wochenende. Ein schlichtes beeindruckt reicht einfach nicht aus. Warum? Das erfahrt ihr in diesem Blogpost.

#Mitmachen: von Businessworkshops und herrlich schrägen Sesions

Jan Theofel moderiert das Barcamp Berlin. Er hat ein Mikrofon in der Hand und steht auf der Bühne.

„Haut die Fragen raus. Regeln gibt es nicht. Probiert Dinge aus!“, motiviert Barcamp-Organisator Jan Theofel. (Foto: Insa Künkel)

Zunächst für alle, die noch kein Barcamp besucht haben: Das ist eine Art Konferenz. Das Besondere: Die Inhalte der Vorträge oder Workshops (Sessions) stehen bis zum Start der Veranstaltung noch nicht fest. Welche Themen später wann auf der Agenda landen, entscheiden die Teilnehmer live vor Ort. Das Barcamp Berlin ist ein offenes Camp. Das heißt: Es gibt kein Oberthema, wie es zum Beispiel beim CareCamp in Salzburg (Thema Pflege und Betreuung) oder beim Fotocamp in Pforzheim der Fall ist.

Teilnehmer des Barcamps Berlin stehen auf der Bühne und stellen ihre Session vor.

Barcamper sind Allrounder: Sessionidee aufschreiben, vorschlagen, besprechen und alles fotografieren. Läuft. (Foto: Insa Künkel)

Zu Beginn der Veranstaltung können die Teilnehmer Sessions zu jedem Thema vorschlagen, das ihnen gerade durch den Kopf schwirrt. Und das haben wir beim Barcamp Berlin auch fleißig gemacht. Von businesstauglich über privat bis herrlich skurril war alles mit dabei. Hier eine kleine Auswahl der Sessions: „Medienkompetenz für Kinder“, „PREZI für Anfänger“, „Trends bei YouTube“, „Ich bin pleite, will trotzdem geiles Design!“, „Urlaub mit dem Hausboot“, „Reisetipps: Island“, „Schuhe und Seemannsknoten binden“ und natürlich das Highlight „Pilze auf eigenem Kaffeesatz züchten“.

Meine Sessions: Flüchtlinge und Trauer

Ich habe mich von der Mach-doch-einfach-mal-Atmosphäre auch anstecken lassen und habe am Sonntag zwei Sessions gegeben. Die Themen: „Was können Freelancer für Flüchtlinge machen?“ und „So unterstützt du Freunde, die trauern“. Vielen Dank noch einmal an die Teilnehmer: Mit eurem Wissen und euren Fragen habt ihr meine Sessions bereichert. Klasse, dass ihr auch trotz Sonnenschein und viel lustigeren Themen offen wart, für etwas schwere Kost. 

#Spontan sein: Du bist das Barcamp

Sessionplan vom Barcamp Berlin 2015

Wer die Wahl hat, kann leider nicht jede Session besuchen. (Foto: Insa Künkel)

Sätze, die mit „Du bist…“ beginnen, haben wir uns leicht überlesen. In diesem Fall erlaube ich mir eine Ausnahme. Denn: Ohne die Ideen der Teilnehmer und ihren Spaß – und zum Teil auch Mut – , ihre Themen spontan auf der Bühne vorzuschlagen, gäbe es keine Sessions und damit auch kein Barcamp. Am Wochenende haben sich viele von der fröhlichen und wertschätzenden Atmosphäre anstecken lassen. Sie haben sich das Mikro geschnappt und ihr Thema vorgestellt. So zum Beispiel Tamara, die weiß, wie man mit wenig Budget ein cooles Design bekommt. Ich war bei ihrer Session am Samstag dabei und sie hat mir gut gefallen. In knapp 45 Minuten habe ich viele Infos bekommen. So war es auch bei der Session von Andreas und Marcel. Hier konnten wir unsere Websites oder Blogs einem Live-Check unterziehen lassen. Am Sonntag habe ich dann von Heike erfahren, wie Journalisten User bashen. Schade, dass so viele Profischreiber so unprofessionell über ihre Leser / User herziehen.  Und natürlich habe ich mir ein paar schräge Sessions wie zum Beispiel „Zeig mir deine Apps!“ nicht entgehen lassen. Ich sage nur: Titanic – Teil 2. Ja, meine Lieben, diesen Film gibts wirklich.

#Andere unterstützen: mit Laptop, Geld und Stimme

Pappkiste, auf der "Spende für netzpolitik.org" steht.

In dieser Box landet die Spende für netzpolitik.org – eine Plattform für digitale Freiheitsrechte. (Foto: Insa Künkel)

Besonders beeindruckt war ich von der Hilfsbereitschaft der Barcamper. Ob Aufladekabel oder Laptop – fehlte dem einen etwas für seine Session, erhielt er es von einem anderen. Dabei unterstützen wir uns nicht nur mit PC-Zubehör. Ein Teilnehmerin war zum Beispiel an Social-Media-Tipps für NGOs (Nichtregierungsorganisationen) interessiert. Sie ging auf die Bühne, fragte, ob jemand fit in dem Thema sei und schon gab es eine neue Session. Zudem spendeten wir für netzpolitik.org und warfen Münzen und Scheine in die Box. Dieses kollegiale Mit- und Füreinander hielt bis zum Ende des Barcamps an: Kurz vor Schluss moderierte Susanne für Jan, dem eine Erkältung die Stimme geraubt hatte. Und natürlich packten viele beim Aufräumen mit an.

An dieser Stelle: Klasse Jan, dass du bis zum Schluss durchgehalten hast! Und vielen Dank an dich, die Sponsoren und an alle eingeplanten oder spontanen Helfer.

Weitere Blogposts zum Barcamp Berlin

Diese Teilnehmer haben auch über das Barcamp Berlin 2015 gebloggt. Fehlt jemand? Dann einfach Bescheid sagen.

Und was hat dich am Barcamp Berlin begeistert? Ich bin gespannt auf eure Kommentare. 

 

 

2 Kommentare

  1. Tamara (Frau Fuchsia)
    15. März 2015 um 22:37 Uhr · Antworten

    Hallo Insa,

    ein schöner Beitrag zum Barcamp! Ich freu mich, dass wir uns kennengelernt haben und kann nur noch mal für deine Sessionvorschläge im Geiste applaudieren. Gerade dass du so „gewagte“ Themen mit eher schwererer Kost angeboten hast, finde ich ganz bemerkenswert. Ich war leider nicht dabei, weil irgendwas anderes lief was ich unbedingt sehen musste, du kennst das ja… 😉 Aber ich fand es trotzdem eine schöne Bereicherung!

    Bis bald und alles Gute!
    Tamara

  2. Insa Künkel
    16. März 2015 um 13:10 Uhr · Antworten

    Hallo Tamara,
    Danke für dein Feedback. Ich war mir nicht sicher, ob man bei einem Barcamp auch so ernste Themen ansprechen kann. Nachdem mir Leute aus meiner Twitter-Timeline Mut gemacht hatten, habe ich mir dann am Sonntag das Mikro geschnappt. Und es ist alles gut gelaufen.

    Schön, dass wir uns auch nach dem Barcamp sehen. Bin gespannt, was draus wird.

    Grüße Insa

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